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Folter

Scharf zischt die Peitsche
aus Worten
durch die Luft getragen von Spannung.
Klatschend schlägt sie
hart auf meine Seele,
Striemen spiegeln den sü▀en Schmerz
ihrer Ungerechtigkeit.
Mich windend liege ich vor dir,
durch die Fesseln von Regeln
der Möglichkeit beraubt mich zu wehren.
Stöhnend nehme ich deine
immer wieder kehrenden Schläge hin.
Einer nach dem Anderen
gräbt sich tief in mich hinein
und lässt meinen Körper
fassungslos erzittern
ob der Hinterhältigkeit mit der du
deine niederträchtigen Gedanken verwirklichst.
Leute starren uns an und fragen flüsternd
nach den Gründen deines Tuns.
Sie erkennen die Illusion deiner peitschenden Worte.
Sie fragen nach den Gründen meines Schweigens.
Immer wieder sausen unvorhergeahnte Schläge
auf mich hinab.
Lügen, Lügen, nichts als Lügenů
aus denen du deine Macht erbaust -
lähmende Macht über mich und meine Gedanken.
Schweigend leidend ergab ich mich dir
bis ich beim letzten Schlag alles heraus schrie.